Landung in Lima (Flug von Bolivien) 1995

Peru

Meine Reisen

 

14. Januar 1973 - 31. Januar 1973 (Südamerika-Rundreise: Puerto Rico - Caracas - Bogota - Quito - Lima - Cuzco - Machu Picchu - Titicaca-See - La Paz - Santiago de Chile - Buenos Aires - Montevideo - Asunción - Iguacú-Wasserfälle - Sao Paulo - Brasilia - Rio de Janeiro)

29.Juli 1986 - 26.August 1986 (Panamericana-Reise, Peru mit Bolivien und Ecuador)

25. Dezember 1988 - 10. Januar 1989

2. August 1995 - 19. August 1995 (Peru und Bolivien)

9. April 2022 - 30.4.2022 (Peru, Bolivien, Argentinien, Brasilien)

 

 

Literatur

Auf Tramstraßen um die ganze Welt, Brockmann, München 2017, Beitrag »Von Bolivien nach Peru«, -ISBN: 978-3-7343-0641-9 

Highlights Die Welt. Die 100 Ziele, die Sie gesehen haben sollten, Brockmann, München 2014, 2. Auflage 2013, 3. Auflage 2016, Beiträge »Lima«,»Machu Picchu«»Amazonas« -ISBN-13: 978-3-7654-6210-0

Peru, Bolivien, Ecuador, Galápagos, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 2001 –ISBN: 3-440-08478-7, 073940

Peru, Bolivien, Ecuador, Galápagos, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 2001 - Bertelsmann

Peru, Bolivie, Ekvádor, Galapágy, Baset, Praha 2005 –ISBN: 80-7340-062-6

Peru, Vista-Point-Verlag, Köln 1990 –ISBN: 3-88973-080-9

Peru. Bildatlas, HB-Verlag, Hamburg 1998 –ISBN: 3-616-06451-1 

Die schönsten Routen in Südamerika, Route 8: Peru und Bolivien, Bruckmann-Verlag 2003 –ISBN: 3-7654-4210-0

Peru. Global, Bucher, München 2000, 2002, Neuauflage 2006 –ISBN: 3-7658-1271-4 

Peru with Bolivia, Bucher, München 2009 –ISBN: 978-3-7658-1

Secret Places. 100 unbekannte Traumreiseziele weltweit, Bruckmann, München 2019 (1. und 2. Auflage), Neuauflage 2020. Beiträge »Lalibela«, »Epupa Falls«,«Cuenca«, »Boliviens Süden«,«Ajanta«, »Pushkar«, »Kameltrekking in der Wüste Thar«, »Mrauk U«, »Bagan«, »Gunbarrel Highway«, -ISBN-13: 978-3-7343-1272-4 

Südamerika. Traumstraßen, Route 8: »Peru und Bolivien«, Südwest-Verlag, München 2001 –ISBN: 3-517-06098-4, 3-517-06098-4

Durchs Reich der Inkas. Von La Paz nach Quito, tours, September/Oktober 1987

Abenteuer auf der Panamericana, Off Road, Januar 1990

Là in alto a toccare il cielo col fuoristrada, Auto in Fuoristrada, Giugno 1990

Mit dem Indiozug durch die Puna. Peru, Die Welt, 23. März 1990

Im Land der Inka, Ärztliches Journal, September 2001

Peru – Traumland in den Anden

 

Peru verbindet atemberaubende Landschaften mit einem reichen kulturellen Erbe. So vielfältig wie die Natur sind auch die Menschen, die dort leben: Nachfahren der indianischen Urbevölkerung, Mestizen - Mischlinge aus Weißen und Indianern -, Mulatten und Kreolen, die in Peru geborenen Nachkommen der spanischen Einwohner. Es ist ein Land mit aufregender Gegenwart und bewegter Vergangenheit. 

 

Peru ist ein Land mit alter Kultur. Vor allem an der Küste und im Hochgebirge künden Stätten hoch entwickelter indianischer Kulturvölker sowie Bauwerke aus der spanischen Kolonialzeit vom kulturellen Erbe dieses südamerikanischen Landes, das im Norden, Osten und Süden von fünf Ländern und im Westen vom Pazifischen Ozean begrenzt wird. Die Pracht der Inkas sowie vieler anderer Völker ist zwar inzwischen versunken, doch Überreste dieser alten Kulturen zeugen noch allerorten von deren einstiger Pracht. So hat sich Machu Picchu, die verlassene Inka-Festung, zu einem touristischen Highlight entwickelt. 

 

Land der Superlative

Peru ist ein Land der Superlative. Es bietet zahlreiche Highlights für Studienreisende, die an Kultur und Geschichte interessiert sind, da es eine Fülle an historischen und architektonischen Sehenswürdigkeiten aufzuweisen hat. Das Land kann mit Kulturschätzen und Ausgrabungsstellen aufwarten, die von unermesslichem Wert sind und den Vergleich mit anderen ehrwürdigen Kulturen nicht zu scheuen brauchen.

Peru ist auch ein Land für Naturliebhaber, die die Schönheiten der andinen Gebirgswelt auf Wander- und Trekkingpfaden erkunden. Man kann die grandiose Einsamkeit der Puna und das unverkennbar indianisch geprägten Altiplano mit einheimischen Bussen oder der Bahn hautnah erleben - eine Zugfahrt von Cusco nach Puno beispielsweise oder die Fahrt nach Machu Picchu ermöglichen dieses unvergessliche Erlebnis ohne Stress. 

Das Land bietet zudem mit dem Titicacasee den höchstgelegenen schiffbaren See dieser Größe und mit dem Amazonas den größten Strom der Welt – beide Reiseziele lassen sich mit dem Boot entweder während kurzer Abstecher oder auf tagelangen Reisen erkunden. Und dann ist da der Manú-Nationalpark, der als der artenreichste Naturpark der Erde gilt. 

Wer die Natur nicht nur sehen, sondern aktiv erleben, seine eigenen physischen und psychischen Grenzen messen oder gar professionell die hohen Berge erklimmen will, dem bietet die Peruanische Schweiz eine gewaltige Kette schneebedeckter Bergriesen mit bergsteigerischen Herausforderungen aller Schwierigkeitsgrade. Tatsächlich haben die geografische Lage am Äquator und die gewaltige Höhe der Berge eine Landschaft geschaffen, die in der Welt ihresgleichen sucht. Landschaftlich unvergleichlich schöne Regionen gibt es auch in anderen Teilen des Landes zu entdecken. So besitzt Peru beispielsweise mit dem Cañón de Cotahuasi, der im Süden des Landes liegt, die tiefste Schlucht der Welt und mit dem Gocta im Norden den dritthöchsten Wasserfall der Erde. 

Neben Bergsteigern und Treckern finden auch andere sportbegeisterte Reisenden so mancherlei Betätigungsmöglichkeiten. So hat man beim Gleitschirm- und Deltafliegen die Möglichkeit, die alten Inka-Stätten im Valle Sagrado oder an den Küstenhängen der Costa Verde den brandenden Pazifik aus der Vogelperspektive zu betrachten. Oder man kann sich beim Sportfischen an der Nordküste beweisen. Für Surfer bietet sich die zentrale Küstenregion an, wo auch Wettbewerbe der World Qualifying Series abgehalten werden. Ideale Bedingungen für Kanu- und Kajakfahrer wiederum herrschen in den Anden und ihren tief eingeschnittenen Schluchten sowie auf dem Cotahuasi. Außerdem gibt es einige Bikerrouten, beispielsweise zu den »Puyas de Vinchus« in der Cordillera Negra.

Aber auch für Reisende, die fremde Völker, Sitten und Gebräuche kennen lernen möchten, bietet Peru einiges. Auf seinen bunten Märkten mit den exotischen Trachten, seinen zahlreichen Festivitäten sowie ausgelassenen Musik- und Tanzveranstaltungen warten Eindrücke und Erlebnisse - eine bunte Mischung von Tönen, Düften und Farben -, die man nicht mehr vergessen wird. 

Schließlich offeriert das Land ein vielfältiges Angebot zur genussvollen Freizeit- und Feriengestaltung. Das Spektrum reicht von interessanten Folklorevorführungen über ausgedehnte Shoppingtouren auf den Märkten und in den Souvenirläden der Städte bis zur Abendunterhaltung mit kulinarischen Genüssen der einheimischen  oder internationalen Küche. 

 

Der Preis der Schönheit

Für die landschaftlichen Schönheiten hat das Land allerdings einen hohen Preis zu zahlen - Peru liegt am Reibungsrand zweier Erdplatten. Diese gewaltigen Platten, in welche die Gesteinshülle der Erde zerbrochen ist, werden auf einer zähflüssigen Schicht des oberen Erdmantels in unterschiedlicher Geschwindigkeit und in verschiedene Richtungen bewegt. Hohe Temperaturen und gewaltiger Druck bringen sie in Bewegung. Am Peru-Graben stößt die sich auf die Westseite Südamerikas zu bewegende Nazca-Platte auf den Kontinentalsockel und muss, um den Aufprall zu vermeiden, steil abtauchen. Dabei entstehen ungeheure Reibungen und Spannungen in der Erdkruste. Die Gesteinsmassen verhaken sich und lösen sich oft ruckweise. Immer wiederkehrende Erdbeben – wie im Jahre 2007 - sind die Folge. Als Reisender sieht man bei seinen Erkundungen die fatalen Ergebnisse von Erdrutschen, Überschwemmungen und Erdbeben, und zwar sowohl an der Küste wie auch im Bergland und im Regenwaldgebiet. Sie mögen eine Ahnung vermitteln von der Macht der Natur, wie sie in Mitteleuropa (noch?) nahezu undenkbar erscheint.

 

Reise in die eigene Gefühlswelt 

Es ist der historischen Wahrheit geschuldet, sich während der Reisen im Lande immer wieder zu vergegenwärtigen, dass von den etlichen Millionen Menschen, über die der Inka Huayna Cápac geherrscht hatte, im Jahr 1792 gerade noch 600 000 Indígenas lebten. Und so ist es schon eine recht fragliche Sicht der Dinge, wenn unterstellt wird, die »armen Wilden Amerikas« hätten nur darauf gewartet, endlich durch die Christen des Abendlandes von ihrer Geschichtslosigkeit erlöst zu werden. Dies mag manchem Leser zynisch, überheblich oder einfach fatal erscheinen angesichts der Tatsache, dass viele Tausende den eingeschleppten Seuchen erlagen und dass die meisten Ureinwohner der Habgier und Grausamkeit der spanischen Kolonialherren zum Opfer fielen – ein Völkermord im Namen der spanischen Krone und mit dem Segen der Katholischen Kirche.   

Eine Reise nach Peru kann also auch eine Reise in die eigene Gefühlswelt werden. Wer in die Stille, Weite und Einsamkeit der Andenwelt eintaucht, wird etwas spüren von der Größe und Schönheit der Naturgewalten, dürfte eine Ahnung vermittelt bekommen von den wesentlichen Dingen der Welt. Denn die Wahrnehmungsfähigkeit erhöht sich enorm, auch dank der unglaublichen Stille fernab der Zivilisation: Man meint, besser hören, schärfer sehen, tiefer empfinden zu können. Die Schwermut im ehemaligen Reich der Inka offenbart sich dem Besucher in unvergleichlicher Weise. So kann auch das Gefühl der Verlorenheit in den endlosen Weiten der Hochebenen, der trostlosen Küstenwüste und dem nahezu undurchdringlichen Regenwald am Amazonas aufsteigen, das durch die große Freundlichkeit der Einwohner gegenüber den Besuchern aufgefangen wird. Und man wird sich nach einer Peru-Reise als Weißer und Europäer die Kulturleistungen anderer Völker in Erinnerung rufen, die bereits gewaltige Städte stufen, als unsere unzivilisierten Vorfahren noch durch die Wälder Germaniens streiften. Noch ehe der donnernde Straßenlärm der europäischen Großstadt mit all ihrer Hektik den heimkehrenden Reisenden wieder einfängt, wird er ein grenzenloses Fernweh verspüren, das er schon immer als Sehnsucht in sich getragen hat. Es wird ausgedrückt in dem Lied "El cóndor Casa" von Simon & Garfunkel aus dem Jahre 1970, das auf eine alte peruanische Volksweise zurückgeht:

 

»Oh majestätischer Kondor der Anden,

nimm mich nach Hause, in die Anden

Oh Kondor.

Ich will zurückkehren in mein geliebtes Land und

mit meinen Inkabrüdern leben, das ist, 

was ich am meisten ersehne,

Oh Kondor.

In Cusco, am Hauptplatz

erwarte mich,

damit in Machu Picchu und Huayna Picchu

wir flanieren können.« 

© Rainer Waterkamp

Landschaften, Sehenswürdigkeiten

Iquitos, Mädchen mit "Haustier"
Iquitos, Mädchen mit "Haustier"
Amazonas, Typische Hütte
Amazonas, Typische Hütte
Amazonas, An einer Lagune
Amazonas, An einer Lagune
Andahuaylillas, Gemälde in der Missionskirche
Andahuaylillas, Gemälde in der Missionskirche
Andahuaylillas, In der Kirche
Andahuaylillas, In der Kirche
Arequipa, Plaza de Armas
Arequipa, Plaza de Armas
Maison del Funfdador, In der Nähe von Arequipa
Maison del Funfdador, In der Nähe von Arequipa
Arequipa, Holztäfelung in der Companía
Arequipa, Holztäfelung in der Companía
Arequipa, Kloster Santa Catalina
Arequipa, Kloster Santa Catalina
ChanChan, Ciudadela Tschudi
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Chavin de Huantár
Chavin de Huantár
Chinchefro, Markt
Chinchefro, Markt
Pampa, Auf dem Weg von Arequipa nach Chivay
Pampa, Auf dem Weg von Arequipa nach Chivay
Terrassen im Colca Canión
Terrassen im Colca Canión
Cordillera Blanca
Cordillera Blanca
Cuzco, La Companía
Cuzco, La Companía
Cuzco, La Catedral
Cuzco, La Catedral
Huanchaco, Fischer mit Schilfboot
Huanchaco, Fischer mit Schilfboot
Kenko, Frauen mit Lamas
Kenko, Frauen mit Lamas
La Raya
La Raya
Lima, Justizpalast
Lima, Justizpalast
Lima, Plaza Mayor
Lima, Plaza Mayor
Machu Picchu
Machu Picchu
Pisac, Markt
Pisac, Markt
Pisac, Ruinen
Pisac, Ruinen
Puno, Kathedrale
Puno, Kathedrale
Raqchi, Viracocha-Tenpel
Raqchi, Viracocha-Tenpel
Rio-Santa-Tal
Rio-Santa-Tal
Rio Urubamba bei Ollantaytambo
Rio Urubamba bei Ollantaytambo
Sacsayhuamán
Sacsayhuamán
Sillustani, Chullpas
Sillustani, Chullpas
Titicacasee, Schilfinseln
Titicacasee, Schilfinseln
Trujillo
Trujillo
Vilcanota-Tal
Vilcanota-Tal

Neue Reise 2022

Lima, Plaza San Martin

Iglesia San Francisco

Plaza de Armas

Lima, Kathedrale

Lima, Bischofspalast

Lima, Plaza de Armas

Lima, Präsidentengarde

Miraflores

Lima, Convento Santo Domingo

Cusco, Indigena

Cusco, Indigena

Pisac, Terrassen

Pisac, Festung

Pisac, Bäckdrei

Ollantaytambo, Festung

Rio Urubamba, Fahrt nach Machu Picchu

Cusco, La Compania

Jesuitenkirche La Compania

Cusco, Kathedrale

Cusco, Plaza de Armas

Cusco, Iglesia La Merced

Plaza Regocijo

Cusco

Altiplano

La Raya

Altiplano mit Alpakas

Titicacasee

Machu Picchu

Menschen in Peru, beispielsweise

 

Cuzco und Umgebung

Interessant im indígenen Peru sind die verschiedenen Hutformen. So ist der Hut aus Pisac sanft geschweift. Dagegen werden die Filzhüte der Ketschua-Frauen aus dem Hochland um Cuzco mit glitzernden Borten geschmückt und wie flache Pfannen auf dem Kopf balanciert. Die Bewohner von Cuzco tragen eine Art weißen Doktorhut.

Die Frauen des Altiplano kleiden sich mit knielangen bunten Röcken, von denen sie mehrere übereinander tragen. Über weitärmelige Blusen und wollene Strickjacken wird ein ponchoähnliches Tuch gewunden. Auf dem Rücken findet sich fast immer die Manta, eine schöne bunte Wolldecke, die zusammengebunden. Die Frauen sind oft schwer mit Kartons, Körben und voluminösen Tüchern beladen, die vollgepackt sind mit Früchten und Kleintieren, Maiskolben mit Honig und Yuka mit Gewürzsauce, Fleischspießen und Mandelkuchen.

Die Frauen aus Chinchero erkennt man an den Bordüren auf der Oberseite der Hüte, die das Inkareich Tahuantinsuyu symbolisieren, also das Reich der vier Weltteile mit Cuzco als Nabel.

Die Träger der steifen weißen Hüte mit farbigem Band kommen aus der Gegend um Pisac. Diese Frau traf ich auf dem Weg zur Ruinenfestung Chavín den Huántar in der »Peruanischen Schweiz«.

Sehr farbenprächtig ist die traditionelle Kleidung der Frauen und Mädchen in der Region von Chivay und dem Colca-Canión. Zu ihr gehören reich bestickte Röcke und um die Hüfte gewunden ist ein Tuchband, das den Namen Chumpi trägt. Während die Cabaña einen abgeflachten Hut mit breiter geschwungener Krempe tragen, sind die Collagua an einem zylinderartigen Hut zu erkennen, der mit Zierbändern und Stoffrosetten geschmückt ist.

Die Männer der Indígena kleiden sich mit knielangen Hosen, einem Poncho und der »Chullu«, einer handgestrickten Mütze mit Ohrenklappen.

 

Iquitos

Iquitos nennt sich leicht übertrieben das peruanische »Tor zum Atlantik«, auch »Perle des Amazonas« oder »Venedig des Amazonas«. Das Klima ist tropisch, man unterscheidet eine Zeit des Hochwassers (Dezember-Mai) und eine des Niedrigwassers (Juni-November). Kein Wunder, dass man sich hier auch »tropische Haustiere« hält.