Mali

Meine Reisen

11. Dezember 1970 - 9. Januar 1971 (Bamako im Rahmen einer Westafrika-Rundreise) 

4. November 1985 - 22. November 1985 (Trekking zu den Doggen und Schiffsreise auf dem Niger)

 

Literatur

 

Mali. Im Banne des Sahel, Pietsch-Verlag, Stuttgart 1991 –ISBN: 3-613-50139-2

Im Vielvölkerstaat Mali, tours, Juli/August 1986

Afrikanischer Traum am großen Strom. Impressionen aus Mali, Frankfurter Rundschau, 16. Juli 1988

Mali: Den Charme des »alten« Afrika im Dogon-Land erleben, Die Welt, 9. Dezember 1988

Im Land der »Großen Maske«. Die Dogon in Mali, FAZ, 23. April 1992

Die schönen Männer vom Volk der Tabus. Expedition zum Gerewol-Fest im Niger, FAZ, 3. Mai 1990

Jenseits der Sahara. Zu Besuch bei den Nomaden des Niger, Off Road , Juni 1990

Die sanften Wilden. Foto-Feature Niger, abenteuer & reisen, September 1991

Niger. Das Land jenseits der Sahara, Reisefieber, Juli/August 2003

Menschen in Mali

Bambara, Segou

Die größte Ethnische Gruppe in Mali sind die Bambara (korrekt eigentlich Bamana). Von ihnen werden viele Stellen im Staatsdienst besetzt. Sie leben überwiegend im südlichen Teil des Landes sowie in den angrenzenden Gebieten von Burkina Faso. Ihre hauptsächliche Erwerbsgrundlage ist die Landwirtschaft. Der in Europa weithin gebräuchliche Name »Bambara« stammt aus der Sprache muslimischer Völker und bedeutet abwertend »nicht rechtgläubig«. Sie bekennen sich inzwischen überwiegend zum Islam, dem sie lange widerstanden.

Bei der Kleidung der Bambara-Frauen sind auffallend die weiten, faltentreichen Gewänder

Bella

Die Bella, ehemalige Sklaven der Tuareg, haben kurzes Kraushaar, das sie zu feinen Zöpfen flechten. Um das Haar länger wirken zu lassen und schöner auszusehen, tragen manche Frauen ein Kopfband aus Giraffenhaar. Einige Frauen haben Glas- und Karneolanhänger im Haar und tragen Silberringe mit eingelassenem Karneol.

Bobo

Die Bobo sind eine Ethnie in Burkina Faso und Mali. Sie werden auch Bobo Madaré oder Bobo-Fing genannt. Typische Produkte der Bobo-Frauen sind Erdnüsse, Kalebassen und Baumwollstoffe.  

Bozo

Die Bozo bei Niafunké und in Gourma-Rharous sind Wanderfischer, die in Strohhütten immer gerade dort campieren, wo das Wasser ist. Das Fischen ist Männersache, den Frauen bleiben Verarbeitung und Verkauf vorbehalten. Die Bozo-Frauen bieten getrockneten und geräucherten Fisch sowie bemalte Tongefäße zu Kauf an. Jedes Dorf hat Räucher-Camps; oft werden die gefangenen Fische aber auch in der Sonne getrocknet. Die kreisrunden Hütten mit spitzen Dächern sehen manchmal wie verrutschte Hüte auf den Köpfen hagerer Gestalten aus. Eine besondere Tradition ist eine separate Schlafstätte junger Männer, wo diese voreheliche Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht machen können.

Dogon

 Die Zähne der Dogon-Frauen sind so abgefeilt, dass sie den in gleichen Zwischenräumen stehenden und zugespitzten Zähnen eines Kammes ähneln. Die roten Perlen an der Ohrmuschel repräsentieren die Hoden, das Innenohr die Klitoris. Traditionell werden acht Ringe am Rand des Ohres getragen, welche die acht Dogon-Urahnen symbolisieren. Schwarze Seidenkopftücher finden sich immer häufiger und verdrängen die alten, früher in den Dogon-Dörfern gewebten und gefärbten Indigo-Kopftücher.

Fulbe

Die Fulbe (auch unter ihrem französischen Namen Beule bekannt) leben in großen Teilen Westafrika, besonders in der Sahelzone.  

Die Frauen der Fulbe mit ihren schmalen Gesichtern und den tätowierten Lippen lieben blaue Gesichtstätowierungen sowie Perlenketten und tragen als Sonnenschutz häufig ein gefaltetes, indigoblaues Tuch auf dem Kopf. Man erkennt sie an ihren charakteristischen Frisuren mit Amberkugeln, Silbermünzen und goldenen Ohrgehängen. Manche tragen derart schwere, goldene Ohrringe, dass sie zusätzlich durch ein Band gehalten werden müssen, das über den Kopf gelegt wird. Sonst würden die Ohrläppchen einreißen. Andere Fulani-Frauen haben ihre Haarstränge mit Kupferdraht umwickelt und verzieren diese mit Schmuckstücken. Der Halsschmuck besteht aus Karneol und aus Glasperlen.

Die Fulbe-Männer tragen breitkrempige, lederbesetzte Spitzhüte und schwarze oder braune Umhänge aus Wolle. Die Fulbe-Hirten mit ihren wagenradgroßen Hüten, die mit Lederbändern und Münzen verziert sind, können geradezu als Symbolfiguren der Sahel-Landschaft gelten.

Die Fulbe-Bororo (Wodaabe) sind eine der letzten Ethnie Afrikas, die sich als Rinderhirten in der Sahelzone ein nomadisches Leben bewahrt haben. Bekannt geworden sind sie mit ihrem »Fest der schönen Männer«, dem Tanzwettbewerb Geerewol

Peulh

Die Peulh-Frauen vom Volk der Fulbe erkennt man an ihren charakteristischen Frisuren mit Amberkugeln, Silbermünzen und goldenen Ohrgehängen, wobei die berühmten riesigen Ohrgehänge aus Gold heute kaum noch getragen werden.

Songhay

 Songhays erkennt man an ihren zu Hahnenkämmen getürmten Haaren. Die Songhay-Frauen, deren beeindruckenden Frisuren in ihren Formen an Helme erinnern, verkaufen Palmenblatt-Matten und Kalebassen. 

Tuareg

Tuareg-Krieger, die Gesichter in blauschwarze Tücher gehüllt, weisen sie mit ihren mächtigen Turbanen und die Takubas, dem Schwert der Tuareg, als Herren der Wüste aus.

 

© Rainer Waterkamp