Am Mitad del Mundo 2016

Ecuador (mit Galápagos-Inseln)

Meine Reisen

14.Januar 1973 - 31.Januar 1973 (Quito im Rahmen der Südamerika-.Rundreise)

29. Juli 1986 - 26. August 1986 (Panamericana-Reise: Ecuador im Ramen der Südamerika-Rundreise)

27. Oktober 1990 - 19. November 1990 

9. Mai 2003 - 30. Mai 2003 (mit Galápagos-Inseln)

28. Oktober 2016 - 12. November 2016

Literatur

Afrique orientale. Kenya, Tanzanie, Ouganda, Éditions Vigot, Paris 2000 –ISBN: 2-7114-1461-2

Kenia, Mai-Verlag, Dreieich 1997 –ISBN: 3-87936-223-8

Ostafrika. Kenia, Tanzania, Uganda, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 1999 –ISBN: 3-440-07837-X, 3-440-07384-X 

Ostafrika. Kenia, Tanzania, Uganda, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 2000 –Bertelsmann

 

Peru, Bolivien, Ecuador, Galápagos, Franckh-Kosmos-Verlag, Stuttgart 2001 –ISBN: 3-440-08478-7, 073940

Inkaland Ecuador

Wer auf den Spuren der Inka wandeln will, bucht normalerweise eine Reise nach Peru, denn gemeinhin gilt dieses Land als die Heimat der Inkas. Damit liegt er allerdings nur bedingt richtig, denn der berühmteste Inka-Herrscher Atahualpa regierte von Ecuador aus; hier auch wuchs er auf. Zwar liegt der legendäre Ursprung der Inka-Dynastie am Titicacasee (wenn auch auf der heute zu Bolivien gehörenden Isla del Sol), war Cuzco der Ausgangspunkt für viele Eroberungen des Inka-Reiches, besonders nach Süden hin, den heutigen Staaten Bolivien und Chile. Dabei wird allerdings übersehen, dass die Inka bereits unter Führung ihres legendären Herrschers Manco Cápac (1200-1230) begonnen hatten, auch die Völker des Nordens zu unterwerfen. Und der in der alten Cañari-Hauptstadt Tomebamba, dem heutigen Cuenca, geborene Huayna Cápac (1493-1527) setzt die Eroberungen in den Bergen nahe der heutigen Grenze zwischen Ecuador und Kolumbien fort. Viele seiner Söhne, darunter Huáscar und Manco, lässt er in der alten Hauptstadt Cuzco (Peru) zurück. Quito dagegen, die heutige Hauptstadt Ecuadors, wird Stützpunkt für militärische Operationen und faktisch zur zweiten Inka-Hauptstadt, in der sich eine eigene Aristokratie gegenüber dem Hofstaat in Cuzco herausbildet. Tomebamba bleibt bevorzugter Wohnsitz von Huayna Cápac; dort wächst auch der spätere Inka-Herrscher Atahualpa auf. Zur gleichen Zeit bemüht sich sein Bruder Huáscar in Cuzco, seine Stellung als Inkaherrscher mit seiner leiblichen Schwester Chuqui Uzpai zu festigen. Auch die Inka-Oligarchie residiert im prunkvollen Cuzco, dem „Nabel der Welt“ (Qosqo). Die späteren beiden Rivalen um die Erbfolge wachsen also in zwei räumlich getrennten Machtzentren auf: Huáscar in Cuzco, Atahualpa in Quito. Der Bürgerkrieg um die Nachfolge wird unvermeidlich - er führt zur Schwächung des Inka-Reiches und letztlich zur Zerstörung durch die spanischen Eroberer. Ecuador ist also ein Land mit aufregender und bewegter Vergangenheit.

 

Das Land bietet eine geografische, ethnische und kulturelle Vielfalt, die auf der Welt nahezu einmalig ist. Die geografische Lage am Äquator und die gewaltige Höhe der Berge haben eine Landschaft geschaffen, die in der Welt ihresgleichen sucht. Auf kleinem Raum findet man Dschungel, Hochgebirge mit Gipfeln bis zu 6.310 Metern, traumhafte tropische Küsten und auf dem teuersten Reiseziele Ecuadors, den Galápagos-Inseln, ein einzigartiges Tierparadies. Nur hier kann man wild lebende Tiere erleben, die nicht fliehen, wenn man sich ihnen nähert. Das Land hat mit der Hauptstadt Quito die höchstgelegene Hauptstadt der Welt, mit dem Cotopaxi den höchsten freistehenden aktiven Vulkan und mit der Südflanke des Cayambe den höchsten Punkt auf der Äquatorlinie der Welt. Die gewaltige Kette schneebedeckter Bergriesen an der „Straße der Vulkane“ bietet bergsteigerische Herausforderungen aller Schwierigkeitsgrade. Das Land bietet zudem mit dem Amazonas den größten Strom der Welt. Und dann sind da noch die vielen Nationalparks, die eine Artenvielfalt sondergleichen bieten. So vielfältig wie die Natur sind auch die Menschen, die dort leben: Nachfahren der indianischen Urbevölkerung, Mestizen Mischlinge aus Weißen und Indianern, Nachkommen von schwarzen und weißen Eltern, Kreolen (in Ecuador geborene Nachkommen der spanischen Einwohner), Mischlinge von Schwarzen und Indianern sowie Mischlinge aus Indianern und Mestizen, die ihrerseits bereits Mischlinge aus Weißen und Indianern sind.

 

Das Land kann mit Kulturschätzen aufwarten, die von unermesslichem Wert sind, besonders die zahlreichen Kirchen und Museen brauchen den Vergleich mit anderen ehrwürdigen Kulturen nicht zu scheuen.

Die raue Landschaft der Anden prägt die Einwohner, die hier leben. Schon die Musik mit ihren klagenden Weisen, denn wehmütigen Klängen der Pan-Flöte spiegelt die Stimmung der Menschen wider und hinterlässt auch nach dem Urlaub ein Gefühl von Fernweh.