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Ahhichatragarh Fort, Nagaur

 

Lohnenswert ist in Nagaur nicht nur das Kamelmarkt-Fest sondern auch der Besuch der von einer 7,5 Kilometer langen Mauer umschlossenen, malerischen Rajputenstadt mit ihrem Ahhichatragarh Fort (Fort der Kobra mit der Haube) und zwei sehenswerten Hindutempeln durchaus. Es gibt drei Haupteingänge zum Fort. Das erste Tor war zur Abwehr feindlicher Elefanten gedacht und daher mit spitzen Nägeln bestückt. Das zweite Tor wurde Bichi Pol‹ (Mitteltor) genannt und das dritte Tor hatte die Bezeichnung Kacheri Pol‹ und wurde als Gerichtshof genutzt.

Von der Terrasse des Bakht Singh Mahal hat man einen Panoramablick auf die Paläste und die Fortbefestigung.

Im 1122 gegründeten Fort sieht man schöne Wandmalereien. Die schönsten Fresken befinden sich im Hadi Rani Mahal, dem Palast von Amar Singhs Frau. Sie zeigen Frauen beim Haarkämmen, beim Schwimmen im Pool und auf einer Schaukel. Der im persischen Stil gehaltene Deepak Mahal beeindruckt mit schönen floralen Motiven und zahlreiche Nischen in den Wänden, in denen Lampen gestellt werden können. Auch im legendenumwobenen Akbar Mahal reflektietren sich tausende von Öllampen an den Marmorwänden, weshalb er den Namen "Sheesh Mahal" erhielt. Er ist ein hervorragendes Beispiel für den Stil der Rajputen-Mughal-Architektur.

Im Abha Mahal spielt die für die Wüstenvölker bedeutende Rolle des Wassers eine große Rolle. Hier fanden demzufolge Hamams, Wasserfontainen und vom Osten nach Westen angelegte Kanäle verschwenderische Verwendung.

Innerhalb des Fort-Komplexes befinden sich zwei Tempel, die Krishna und Ganesha gewidmet sind, sowie die nach ihrem Erbauer benannte Shah-Jahani-Moschee mit schönen blauen Mosaik-Werken sowie die freitags geöffnete Jama Masjid. 

 Die Shiva-Statue des Muralidhar-Tempels steht in einer Grube, die als Nagapuri bezeichnet wird und dem Ort nicht nur den Namen gegeben hat, sondern auch auf eine Schlangenverehrung zurückgeht. Der Naga-Kult steht häufig in Zusammenhang mit einem Becken oder einer Grube, der Heimstatt der Schlangen, die über die Schätze der Erde wachen.

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